Über den Test
Was der Test misst
Der Test misst den rezeptiven Wortschatz im Deutschen: wie viele Wörter man versteht, wenn man sie hört. Er prüft weder Grammatik noch Schreiben oder Sprechen. Das Format geht auf bildbasierte Wortschatztests zurück, wie sie in der Spracherwerbsforschung üblich sind.
Wie er funktioniert
Man hört ein deutsches Wort und wählt aus vier Bildern das passende aus. Der Test ist adaptiv: Nach richtigen Antworten kommen schwerere Wörter, nach falschen leichtere. Dadurch braucht er nur etwa 18 Wörter und rund fünf Minuten, statt eine lange feste Liste durchzugehen.
Was das Ergebnis bedeutet
Am Ende steht eine ungefähre Niveaustufe zwischen A1 und C2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Das ist eine erste Orientierung, kein Zertifikat. Der Test befindet sich noch in der Kalibrierung und ist nicht normiert; er ersetzt keine offizielle Sprachprüfung.
Was der Test misst – und was nicht
Der Test erfasst den rezeptiven Wortschatz, abgefragt über das Hörverstehen. Im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen entspricht das am ehesten der Skala Wortschatzspektrum, einem Aspekt der Linguistischen Kompetenz.
Das ist ein aussagekräftiger Ausschnitt. Der Referenzrahmen hält ausdrücklich fest, dass die einzelnen Aspekte „immer beim Sprachgebrauch miteinander verknüpft“ sind und „keine getrennten Komponenten“ darstellen. Einen breiten Wortschatz erwirbt man, so der Referenzrahmen, „im Allgemeinen durch umfangreiches Lesen“ – wer hier gut abschneidet, hat in aller Regel auch im Lese- und Hörverstehen ein entsprechendes Niveau.
Zur Linguistischen Kompetenz gehören daneben Grammatische Korrektheit, Wortschatzbeherrschung, Beherrschung der Phonologie und der Orthographie. Davon unterscheidet der Referenzrahmen die Soziolinguistische Kompetenz – die Angemessenheit gegenüber Situation und Gesprächspartner – und die Pragmatische Kompetenz mit Aspekten wie Flexibilität, Kohärenz und Kohäsion und Flüssigkeit. Beschrieben wird Sprachverwendung zudem über die kommunikativen Sprachaktivitäten Rezeption, Produktion, Interaktion und Mediation; dieser Test berührt die Rezeption.
Das Ergebnis ist deshalb eine gut begründete Schätzung des Niveaus, aber keine Prüfung aller Teilbereiche – vor allem beim Sprechen und Schreiben kann das tatsächliche Können davon abweichen.
Eine weitere Übersicht über die Niveaustufen bietet Europass der Europäischen Union.
Daten und Datenschutz
Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben – kein Name, keine E-Mail-Adresse, keine IP-Adresse. Gespeichert werden nur die Antworten, die angegebene Erstsprache, die Altersgruppe und eine Selbsteinschätzung. Diese Daten dienen der Kalibrierung des Tests.
Hintergrund
Der Test entsteht im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Wortschatzerwerb im Deutschen als Fremdsprache. Nach Abschluss der Kalibrierung wird er frei verfügbar sein.
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